Willkommen bei unserem großen Spielzeugroboter Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Spielzeugroboter. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Spielzeugroboter zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Spielzeugroboter kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Technologien im Bereich der Robotertechnik für Kinder sind hochentwickelt und grenzen zum Teil an menschliches Verhalten.
  • Viele Spielzeugroboter sind noch zu viel mehr als zum Spielen gut. Sie können in vielerlei Hinsicht die Entwicklung eines Kindes fördern – u.a. kognitiv, motorisch als auch in seinen Programmierfähigkeiten, die zukunftsweisend sein können.
  • Auf jeden Fall können die großen oder kleinen Gefährten je nach Interesse hochgradig unterhaltsam sein und erscheinen in verschiedenen Formen auf dem Markt, wie dem ferngesteuerten, programmierbaren, für Tüftler, zusammenbaubaren Gerät oder der künstlichen Intelligenz.

Spielzeugroboter Test: Das Ranking

Platz 1: Anki 000-00067 Cozmo

Der Cozmo von Anki erinnert in seiner Form an einen kleinen Bagger. Er verbindet viele Eigenschaften in einem Produkt, die sonst je in einzelnen Produkten zu finden sind. Seine Maße sind 18,5 x 21 x 13,5 cm, er wird für Kinder ab 8 Jahren empfohlen, wird von iOS und Android unterstützt, ist per App steuerbar und laut Verkäufer robuster als er aussieht.

Er überzeugt durch seine vielseitigen Fähigkeiten. Er spricht, bewegt sich und Dinge, wie seine eigenen Würfel. Er kann vertraute Menschen um ihn herum erkennen, begrüßen und interagieren. So fordert er zum Beispiel auch zum Spiel auf, wenn er Aufmerksamkeit braucht. Darüber hinaus kann dein Kind ihm auch durch Codes Abläufe beibringen und lernt dabei spielerisch Programmieren. Alles in allem beeindruckt er durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis.

Platz 2: Wonder Workshop Dash

Der Dash von Wonder Workshop besteht aus vier türkisfarbenen Kugeln mit einem zyklopenartigen leuchtenden Auge und bewegt sich auf Rollen fort und ist ziemlich wendig. Er wird ab 6 empfohlen, bis zum Alter von 11. Für vorher und nachher hat er jeweils Geschwister: den kleinen Dot und den ‚großen‘ englischen Cue. Du steuerst ihn durch eine App und ebenfalls durch Programmierungen, er macht Geräusche und reagiert auf diese und Hindernisse.

Dash überzeugt seine Kunden durch eine niedrige Einstiegshürde in die Welt der Programmiersprachen. Er bringt davon 2 mit. Eine rein auf graphischen Elementen basierende (Wonder) und darauf aufbauend eine auf Symbolen und Sprache basierende (Blockly). Damit kannst du frei programmieren und darüber hinaus bietet Dash eine riesige Anzahl an Aufgaben, die mit deinen Fähigkeiten wachsen.

Platz 3: Fisher-Price FKC35 Lern-Roboter Movi

Dieses kleine stabile Lernspielzeug wird schon ab 3 empfohlen, hat drei Räder und ein Display, über das es mit einem Gesicht interagiert, außerdem kann es auch sprechen. Es ist durch seinen simplen, übersichtlichen Aufbau wirklich altersgerecht konstruiert und auch ohne Hilfe zu bedienen.

Dieser Roboter lädt zu verschiedenen Spielen ein. Er schult das Denkvermögen, die Motorik und das Sprechen. Er macht Musik zum Tanzen, übt das ABC, fragt Formen von Dingen ab, fordert zum Nachahmen von Tiergeräuschen auf und zeigt dir bei alldem immer, wie er sich gerade fühlt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Spielzeugroboter kaufst

Was ist ein Spielzeugroboter und wozu wird dieser genutzt?

Spielzeugroboter sind – wie der Name bereist sagt – Roboter, die als Spielzeuge genutzt werden. Jedoch haben nicht nur Kinder ihren Spass an Spielzeugrobotern, sondern können auch Erwachsene damit spielen – oder sogar damit arbeiten.

Damit du dir einen ersten Eindruck verschaffen kannst, haben wir dir ein Video herausgesucht, dass dir aus der großen Vielfalt der Robotikwelt ein paar ausgewählte Exemplare vorstellt:

Ab welchem Alter lohnt sich ein Spielzeugroboter?

Das kommt darauf an, was ein Spielzeugroboter als Geschenk für ein Kind erfüllen soll. Soll er das Kind vor allem unterhalten oder ihm vielleicht etwas beibringen? Es gibt Roboter für Kinder ab 3. Durchschnittlich werden (vor allem elektronische) Roboter ab 8 empfohlen.

Ab 3 werden elektronische Spielzeugroboter empfohlen, die sich zum Beispiel bewegen und leuchten (wie der Siebwinn) oder die Kinder in ihrer Sprachentwicklung und Grobmotorik fördern (wie der FKC35).

Ab 5/6 gibt es dann Roboter, die Kinder bei ihren ersten Programmierschritten begleiten und sich an die zunehmende Komplexität ihres Denkens anpassen (wie der Dash). Oder auch welche, bei denen zum Leuchten und Tanzen noch Aktionen wie Pfeilschießen und Sprechen dazukommen (wie bei dem ThinkGizmos).

Je nach Alter, eignen sich unterschiedliche Spielzeugroboter. (Bidlquelle: unsplash.com / Craig Sybert)

Ab 8 Jahren nimmt die Komplexität der Roboter zu. Hier kommen Funktionen wie die Steuerung durch Handbewegungen, Fahren und Singen dazu. (SGILE) Der Anki Cozmo kann seine Umgebung selbst erkunden, spielend interagieren, Gefühle ausdrücken, fordert Aufmerksamkeit ein, kann sich Gesichter merken und die dazugehörenden Personen begrüßen. Ein anderer kann neben verschiedenen schon genannten Bewegungen auch stapeln oder mit Artgenossen kämpfen. (WowWee)

Ab den jungen Jugendjahren (11) wird es im Bereich der Programmierung anspruchsvoller (zum Beispiel mit dem wonder workshop cue).

Sind Spielzeugroboter kindersicher?

Wir legen hier zuerst ein paar Kriterien für die Definition von Kindersicherheit bei Spielzeugrobotern fest, anhand derer wir ein paar Produkte vergleichen: Unter dem Grundschulalter (unter 6) hat das Produkt keine verschluckbaren Einzelteile. Es besteht aus umweltfreundlichem Material, das nicht schädlich ist, wenn es zum Beispiel in den Mund genommen wird. Das Produktmaterial ist außerdem robust, sodass sich keine Einzelteile einfach lösen können.

Natürlich können wir nicht für alle Spielzeugroboter sprechen, daher beschränken wir uns auf die bei Amazon Deutschland 8 meistgekauften Spielzeugroboter, da diese für dich wahrscheinlich am relevantesten sind.

Spielzeugroboter ohne Einzelteile unter 6 Material unschädlich Material robust
Anki 000-00067 Cozmo ab 8 Angabe nur: Plastik ja
HSP Himoto ab 6 ? ja
Wonder Workshop Dash ja Angabe nur: Plastik ja – laut Nutzern
LEGO 17101 ab 7 ABS-Kunststoffe ja
Boxer – 6045396 enthält welche
Fisher-Price FKC35 ja
Sphero SPRK+ STEAM Educational Robot ja Polycarbonat (unsicher) ja

Die meisten Spielzeuge hier haben, wenn sie für Kinder unter 6 sind, keine Einzelteile (im Originallieferumfang). Zur Unschädlichkeit des Materials selbst geben die Verkäufer oft keine Auskunft. Ein Großteil hat robustes Material.

Alle Verkäufer weisen darauf hin, dass Kinder mit ihren Produkten nicht von den Eltern unbeaufsichtigt spielen sollen.

Was kann ein Kind mit einem Spielzeugroboter machen?

Ein Kind kann von Tanzen, Singen und Sprechen bis hin zum Programmieren von gewünschten Handlungen ziemlich viel mit seinem Roboter machen.

Weit verbreitet ist das Spielen von Apps mit dem Roboter. Mit vielen Maschinen kann man natürlich auch etwas lernen. Zum Beispiel durch Denkaufgaben oder Quizfragen. Bei manchen Robotern beginnt alles erst einmal mit dem Zusammenbauen der Figur. So bekommt das Kind schon einmal ein Gespür für die Konstruktion.

Dann geht es bei manchen Geräten weiter mit dem eigenständigen Programmieren. Entweder am PC oder per App – und das kann simpel anhand von Aneinanderreihung von Symbolen oder auch technischer durch Codes geschehen. Dadurch kann dein Kind mit Befehlen Verhaltensmuster und -abläufe aktivieren. So kann ein Kind programmieren lernen, dadurch Abläufe komplexerer Maschinen schon grundlegend verstehen, bzw. kann Kenntnisse ausbauen.

Außerdem steuerst du manche Roboter auch durch Sprachbefehle. Oder du kannst mit ihm eigene Sprachäußerungen aufnehmen und wieder abspielen.

Einige Geräte sind sogar so konzipiert, dass sie durch Nachahmung von Gefühlen, an angemessener Stelle, eine emotionale Bindung ermöglichen.

Wo kannst du Spielzeugroboter kaufen?

Wie so vieles kannst du einen Roboter einfach im Internet kaufen. Darüber hinaus aber auch im offline-Handel.

Diese Spielgefährten gibt es im online-Spielzeughandel wie mytoys. Dann bei den üblichen e-Commerce-Plattformen ebay und amazon. Auch bei der Produktvergleichsseite idealo wirst du fündig. Sowie auch bei den on- und offline-Präsenzen der Geschäfte Mediamarkt und Conrad. Dann findest du auch Seiten, die sich auf den Vertrieb von Elektroartikeln fokussieren, wie voelkner oder die auf den Verkauf von Robotern spezialisiert sind, wie my robot center, robotshop.com oder spielzeugroboter-kaufen.

Nicht zu vergessen sind die Hersteller selbst. Anki zum Beispiel hat eine eigene Seite, auf denen sie ihre Produkte zum Kauf anbieten.

Was kostet ein Spielzeugroboter?

Du bekommst einen Roboter in einer Preisspanne zwischen 20 und rund 400€.

Preis Roboterart
20€ Einfache (Haus)tierroboter, Roboter für kleinere Kinder, die Lieder und Gute-Nacht-Geschichten abspielen, ihnen einfache Dinge beibringen – sie an die Tierwelt heranführen (wie ein Chamäleon-Roboter, der nach Insekten schnappt). Und auch ferngesteuerte Roboter, die laufen, tanzen und singen.
50€ Programmierbare Geschöpfe und Roboter, die auf Gesten reagieren
150€ Ein vielseitiges Gerät, mit dem du gleichzeitig spielen kannst, das aber auch interagiert und scheinbar selbstbestimmt agiert
200€ Roboter, die multifunktional sind. Also sich zum Beispiel noch in ein Auto umbauen lassen, komplexe Roboter zum Selbstbauen, und auch einen Spielzeugroboter zum Programmierenlernen

Braucht ein Spielzeugroboter Zusatzzubehör?

Ja und nein.

Einige Roboter oder ihre Fernbedienungen brauchen Batterien, die nicht immer im Lieferumfang enthalten sind, andere Geräte sind vollumfänglich einsatzfähig von Anfang an und frei ausbaufähig durch Gimmicks.

Bei manchen musst du, jedoch ohne viel Aufwand, vor ihrem Einsatz die passende App auf deinem Bedienungsgerät installieren.

Es gibt ein paar Roboter, die mit gleichen Robotern kämpfen können, um diese Funktion zu nutzen, brauchst du also einen zweiten der Art.

Sonstige Erweiterungen sindzum Beispiel je nach Gerät: neu erscheinende Spiele-Apps, verschiedenartige Gummiketten zum Personalisieren, ein Katapult, ein Tablett zum Transportieren von kleinen Gegenständen, ein Xylophon, ein Malset, Reisetaschen angepasst an die Form und Größe des Spielzeugs oder auch die Steuerung anhand einer Art smart Watch.

Entscheidung: Welche Arten von Spielzeugrobotern gibt es und welche ist der Richtige für dich?

Wenn du dir oder euch einen Spielzeugroboter zulegen möchtest, gibt es mehrere Alternativen zwischen denen du dich entscheiden kannst. Die wichtigsten Arten sind folgende:

  • Ferngesteuerte Spielzeugroboter
  • Programmierbare Spielzeugroboter
  • Lernspielzeugroboter
  • Spiel-Spielzeugroboter
  • Spielzeugroboter zum Zusammenbauen

Die funktionale Bandbreite jedes Roboters bringt Vor- und Nachteile mit sich, die du nachfolgend dargestellt findest.

Was zeichnet ein ferngesteuerter Spielzeugroboter aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Ferngesteuert heißt in dem Fall gesteuert durch ein zusätzliches Gerät. Das kann eine Fernbedienung, ein Smartphone, Tablet oder ein Force Band (ein spezielles Armband zum Steuern) sein.

Bei diesen Spielzeugen ist von Vorteil, dass du sie sehr genau und auch von Weitem durch Knopfdruck und Touchscreen lenken kannst. Außerdem musst du sie nicht anlernen, sie kommen schon fertig zu dir.

Nachteilhaft kann unter Umständen sein, dass du dir noch kompatible Ausstattung zur Steuerung besorgen musst und das diese vielleicht auch weitere Batterie benötigt.

Vorteile
  • Steuerung exakt
  • Hat alle Fähigkeiten
  • aus Distanz bedienbar
Nachteile
  • Zusätzliches Gerät zur Steuerung?
  • Mehr Batterien

Was zeichnet ein programmierbarer Spielzeugroboter aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Programmierbar bedeutet hier, dass du dem Roboter bestimmte Abläufe zuerst als Befehlabfolge beibringst bevor er sie ausführt, er sie abspeichert und somit gelernt hat. Zum Beispiel kannst du dem Gerät beibringen, dass es bis zu einer bestimmten Stelle fahren, sich dort bereitstellen und einen seiner Pfeile abschießen soll, indem du ihm aber nur den einen Befehl ‘Schieß den Pfeil ab!’ gibst (hinter dem mehrere Schritte stehen).

Bei diesen Apparaten ist positiv hervorzuheben, dass sie ein komplexes Thema – Programmieren – kindgerecht einführen. Außerdem ist das Angebot hier schon breitgefächert und es gibt Produkte für Kinder mit verschiedenen Vorkenntnissen und abhängig vom Alter: Fähigkeiten im Denkvermögen, manchmal sogar gebündelt in einem Gerät. Nicht zuletzt findet ein Kind leicht Zugang zur Welt der Maschinen.

Eine Herausforderung kann es sein, dass der Gefährte einige Tätigkeiten erst lernen muss und die restlichen eingespeicherten Funktionen bald langweilen können. Hinzukommt, dass ein Kind ab einer bestimmten Komplexität die Unterstützung von einem in IT-erfahrenen Menschen braucht.

Vorteile
  • Programmierung auf einfachem Niveau
  • Gibt es für diverse Altersstufen
  • Kinder lernen Maschinen zu verstehen
Nachteile
  • Den Roboter musst du erst anlernen
  • manchmal IT-Erfahrung nötig

Was zeichnet ein Lernspielzeugroboter aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Hier ist unter Lernen zu verstehen, dass das Spielzeug einem Kind entweder konkretes (Fakten)-Wissen näherbringt, zum Beispiel mithilfe von Quizfragen oder Aufgaben bzw., in seiner Entwicklung unterstützt, zum Beispiel in seiner Bewegung, Sprache (im aktiven Zuhören und in der Produktion) und emotionalen Einschätzung. Programmierung lassen wir hier als Lernfeld außer Acht.

Positiv zu betonen ist hier, dass dein Kind lernt, sich in seiner Kommunikation und seinem Verhalten auf jemand anderen einzustellen und diese Bereitschaft weiterentwickelt. Diese Geräte vermitteln Wissen mit Spaß. Außerdem ist es bemerkenswert, dass einige sozusagen mitwachsen – also auch lange immer wieder neue Aufgaben entsprechend der Fortschritte des Kindes parat haben oder auch durch Zusatzmaterial ausbaufähig sind.

Zu bemängeln ist vielleicht, dass die Sprachkenntnisse im Deutschen bei manchen Geräten noch zu wünschen übrig lassen. So wie Menschen, die eine Fremdsprache sprechen, einen Akzent haben, gibt es auch Roboter, die das tun, weil beispielsweise ihre Ausgangssprache Englisch ist oder andere können noch kein Deutsch. Viele Kunden und deren Kinder sehen darin aber kein Hindernis.

Vorteile
  • Trainiert Interaktion
  • Alltagswissen spielerisch
  • Anpassungsfähig
Nachteile
  • Manche sprechen kein Deutsch oder haben Akzent

Was zeichnet ein Spiel-Spielzeugroboter aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Diese Roboterart dient vordergründig der spielerischen Unterhaltung des Kindes. So können die Vertreter tanzen, sprechen, erzählen, singen, laufen, spazierengehen, schießen, werfen, springen, kämpfen, reagieren auf Gesten, erkunden neugierig die Gegend – als Humanoid oder auch in Form eines Haustiers, oder sie dienen einfach als robuste Spielfigur an sich. (Natürlich gibt es auch Kombinationen aus verschiedenen Roboterarten. – Ein mechanischer Freund, der dir eine Geschichte erzählt, aber auch Fragen stellt und dich zum Spielen herausfordert.)

Diese Geräte können deinem Kind für lange Zeit Freude bereiten, wenn sie viele Fähigkeiten besitzen. Je nach Form und Komplexität des Geräts kann auch eine Art freundschaftlicher Beziehung entstehen und dein Kind lernt, sich zu kümmern, ohne dass es gleich ein richtiges Lebewesen sein muss.

Auf der anderen Seite verfügen diese Geräte nicht über weitgehende Möglichkeiten der Interaktion, sodass sie eher tun, was dein Kind ihnen sagt. Wenn es einmal alles an dem Roboter entdeckt hat, kann jedoch eher Langeweile aufkommen.

Vorteile
  • Bringt langfristig Spaß
  • Bindungen entstehen, oder der Roboter fördert das Verantwortungsbewusstsein
Nachteile
  • Weniger Interaktion, mehr Reaktion
  • Schneller Langeweile

Was zeichnet ein Spielzeugroboter zum Zusammenbauen aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Hier gibt es auch Unterkategorien: in der Anzahl der Bestandteile, des Funktionsumfangs, des Materials und der Form (z.B. Spinne, Humanoid, Bagger).

Hier kommt ein neuer Faktor dazu, den die vorhergehenden Apparate nicht hervorrufen können: Freude aus Stolz, etwas gebaut zu haben, das einsatzfähig ist. Durch diese Gefühle entsteht automatisch eine stärkere Verbindung zu dem Objekt, weil dein Kind es selbst geschaffen hat und schon besser kennengelernt hat.

Das Schöne ist auch, dass es Produkte gibt, die nicht erst funktionieren, wenn sie ganz fertig sind, sondern auch schon zwischendurch etwas mitteilen oder versuchen zu tun, nur um dann zu bemerken, dass ihnen dafür noch Teile fehlen. Das hat großen Unterhaltungswert.

Es ist außerdem nicht bloßes Zusammenbauen, sondern die Hersteller bringen auch Wissen über Bionik näher – einer Übertragung von vorteilhaften natürlichen Erscheinungen auf Technik. So zum Beispiel die Nachbildung der Eigenschaften von Vogelflügeln bei Flugzeugtragflächen.

Natürlich erfordert diese Roboterart schon mehr Geduld, bevor du sie richtig anwenden kannst, deshalb ist sie auch nicht für kleinere Kinder geeignet. Außerdem ist das Basteln und Tüfteln ein Erfolgserlebnis, jedoch kann danach das Interesse an dem Gerät auch wieder abflauen.

Vorteile
  • Erzeugt Stolz und viel Freude
  • Stärkere Bindung
  • Interaktion manchmal schon während dem Aufbau
  • Vermittlung von Bionik
Nachteile
  • Geduld nötig
  • Für Kinder ab 7
  • Verliert vielleicht an Spannung

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Spielzeugroboter vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Spielzeugrobotern entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Roboter miteinander vergleichen kannst, umfassen:

  • Zielgruppe / Alter
  • Steuerung
  • Bedienungs- und Ausgabesprache(n)
  • Energiequelle

In den folgenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Zielgruppe / Alter

Es ist dahingehend wichtig, nach den Altersempfehlungen des Herstellers zu schauen, dass für Kleinkinder, Grundschulkinder und größere Kinder jeweils ein anderer Fokus auf Funktionalität, Aufbau, Einzelteilen und Komplexität liegt.

Für Kleinkinder (ab 3) sind die Roboter selbst nicht sehr klein, sind die Ecken abgerundet, die Farben knalliger und die Bedienung und Bewegungen nicht so komplex. Es wird zum Großteil auf Einzelteile verzichtet. Die Anwendungen sind einfach – es gibt aber durchaus auch hier schon Varianten, die auf sehr einfache Art und Weise Kinder im Programmieren schulen.

Für jüngere Grundschulkinder (ab 6) ist das Programmieren ein großes Thema in Bezug auf Roboterfreunde. Außerdem, rein äußerlich, sind diese Ausgaben schon etwas weniger verspielt in der Farbgebung und im Design. Manche nicht mehr ganz so groß, schon feingliedriger, feiner in der Bewegungsfähigkeit, vielseitiger in den Fähigkeiten, anspruchsvoller in den Aufgaben und Spielen und auch lern- und anpassungsfähiger und haben auch mehr Erweiterungsmöglichkeiten.

Je älter die Kinder, desto ausgeklügelter kann der Spielzeugroboter sein. (Bidlquelle: unsplash.com / Dominik Scythe)

Für ältere Kinder (ab 8) haben die kleinen Maschinen teilweise viel eigene Persönlichkeit, entwickeln sich mit den Besitzern weiter, lernen sie in gewisser Weise sogar kennen, sind auch wieder im Äußeren etwas unauffälliger. Viel Schwarz, gesetztes Blau und Rot. Sie erfordern passend zum wachsenden Alter mehr Geduld, Frustrationstoleranz und Einfühlungsvermögen im Umgang. Sie können sehr viele Einzelteile haben. Hier finden sich dann vor allem auch die Mechanismen, die du selbst zusammenbaust.

Steuerung

Wie kannst du Roboter steuern? Mit Knöpfen am Gerät, mit Sprachbefehlen, mit eigener Fernbedienung, mit Smart Device wie Smartphone, Tablet oder Force Band.

Auf dieses Kriterium zu achten, ist vor allem bei der letzten Option der Bedienung wichtig. Wenn du nicht das passende Betriebssystem auf dem Handy oder Tablet hast – Apple, Android, Windows – kannst du das Technikwunder nicht nutzen. Auch für die Nutzung der gewünschten Apps ist es wichtig, dass du dich vorher informierst. Es gibt manchmal Listen mit kompatiblen Geräten dafür.

Bedienungs- und Ausgabesprache(n)

Dieser Aspekt ist wichtig, wenn es relevant für dich ist, in welcher Sprache der Roboter wie gut spricht, welche Sprache er versteht und welche Sprache seine Anwendungen haben.

Es gibt Geräte, die Deutsch sprechen und mit denen man Deutsch reden kann.

Dann gibt es auch welche, die nur Englisch verstehen und auch nur Englisch sprechen. Das kann sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein.

Dann gibt es Ankis Cozmo, dessen App auf Deutsch ist, dessen Sprachausgabe jedoch auf Englisch gepolt ist, sodass er zwar versucht Deutsch zu sprechen, aber wohl mit einem Akzent.

Zu guter Letzt gibt es die, die man, laut Erfahrungsberichten, nicht so gut versteht.

Energiequelle

Dieser Punkt könnte aus Umweltaspekten, aus Gründen der Sparsamkeit und aus Praktikabilität wichtig für dich sein.

Zuerst seien hier die Formen genannt, die noch gar keine Erwähnung in diesem Artikel gefunden haben: die Roboter aus Holz, Schaumstoff und aufziehbare aus Blech. Die ersten beiden Varianten haben hier keinen Platz gefunden, nicht weil sie nicht erwähnenswert sind, sondern weil in diesem Artikel der Fokus auf elektronischen, von dir steuerbaren Geräten liegt. Die Figuren aus Blech gehören zur Ur-Form des Phänomens, werden heutzutage aber – und wohl auch deshalb – mehr als Sammlerstücke denn als Kinderspielzeug gehandelt.

Nun findest du also auf dem Markt Apparate, deren Akkus du mit einem Adapter und USB-Kabel auflädst. Dies gestaltet sich natürlich ganz einfach.

Ausserdem gibt es Spielzeugroboter, für deren Fernbedienungen du Batterien (AA(A)- oder LR-Batterien) benötigst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Spielzeugroboter

Wo gibt es zusätzliche Apps?

Das kommt auf das Gerät an und das Betriebssystem an, das der Roboter unterstützt. Für die Produkte Dash, Dot und Cue von Wonder Workshop kannst du auf Apps aus dem Google Play Store und den Apple-Store zurückgreifen. Auch für MiP von WowWee holst du dir dort neue Inspiration und so auch für Cozmo von Anki. Google Play bietet auch dem BB8 von Sphero weitere Apps.

Für die Bedienung einiger Spielzeugroboter benötigt man zusätzlich Apps. Diese sind im Google Play Store sowie dem Apple Store erhältlich. (Bildquelle: unspalsh.com / Franck V.)

Kann ich meinen Spielzeugroboter reparieren lassen – und wenn ja, wo?

Von Reparatur spricht auf den Hersteller- und Verkaufsplattformen niemand. Aber von der Möglichkeit der Rücksendung. Es hängt vom Verkäufer ab, wie es geregelt wird. Bei Bestellungen bei Anki (einem Originalhersteller) direkt zum Beispiel kannst du den Kundenservice per Mail oder Telefon kontaktieren. Bei Amazon gibt es ein zentrales Rücksendezentrum. Du schickst das defekte Gerät an sie zurück. Bei privaten Käufen schaust du am besten, was der Verkäufer an Rücksende-, Garantie- und Reparaturinformationen angibt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2018/12/programmieren-lernen-mit-welchen-spielzeugen.html

[2] https://www.homeandsmart.de/smartes-kinderspielzeug

Bildquelle: unsplash.com / Craig Sybert

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