Woran bis vor einigen Jahren noch kaum ein Mensch gedacht hätte, ist heute gängiger Alltag: Wir leben in einer digitalen Welt. Eltern und Kinder gleichermaßen.

Das heißt für Mamis und Papis demnach, dass sie ihr Kind vor den Gefahren beider „Welten“ schützen müssen. Aber ist das überhaupt möglich? Wenn ja – wie?

Ist ein sicheres Surfen im Internet für Kinder überhaupt möglich?

Kinder sind ausgesprochen experimentierfreudig. Und gerade, wenn es um das Surfen im Internet geht, haben „die lieben Kleinen“ den Großen oft eine ganze Menge voraus. Wir können daher durchaus von ihnen lernen.

Auf der anderen Seite ist es die unser Pflicht, sie bei ihrer „Reise“ durch die digitale Welt nicht nur zu begleiten, sondern vor allem sie zu lotsen. Genau das ist heute leichter als gedacht. So ist es grundlegend, deinem Kind von Anfang an einen bewussten Umgang mit digitalen Medien beizubringen.

Kleines Kind mit Tablet

Lerne deinem Kind zum richtigen Zeitpunkt worauf es achten muss. Lass es nicht in einem Alter mit dem Internet alleine, wo es das noch nicht erfassen kann. (Foto: twinquinn84 / pixabay.com)

Es bringt nichts, sich dagegen aufzulehnen, dass Kinder im Internet unterwegs sind. Vielmehr bewirken Verbote nämlich das Gegenteil. Die Neugier der Kids wird erst recht geweckt. Und genau das führt dann oft dazu, dass die Jungen und Mädchen das world wide web buchstäblich bis in den hintersten Winkel erforschen wollen.

Sie klicken alles Mögliche an – und landen am Ende auf Seiten, die alles andere als „jugendfrei“ sind. Umso wichtiger ist es daher, Kinder so früh wie möglich über die Gefahren aufzuklären, die sie erwarten können, wenn sie auf den „Datenautobahnen unterwegs“ sind.

Es ist deshalb wichtig, regelmäßig und zu unterschiedlichsten Anlässen mit deinem Kind über Online-Erfahrungen zu reden. Das bedeutet natürlich auch, dass du unbedingt ein „offenes Ohr“ dafür haben solltest, was dein Sprössling dich fragt oder dir sagt mit Blick auf die Nutzung des Internets.

Oft können Erzählungen und Erlebnisberichte der Kinder und Jugendlichen darauf hindeuten, dass sie etwas Beeindruckendes erlebt haben, während sie online unterwegs waren. Du bist in solchen Momenten gefragt:

Höre genau hin und „lies dabei auch zwischen den Zeilen“. Grundsätzlich ist es natürlich immer von Vorteil, mit deinem Kind gemeinsam zu surfen. Dabei hast du die Möglichkeit, deinen Nachwuchs einerseits zu beobachten und somit die Verhaltensweisen abzuchecken.

Auf der anderen Seite kannst du im Zuge dessen auch dein eigenes Nutzerverhalten besser reflektieren. Alles das, was du bei eurer gemeinsamen Reise durch die Online-Welt sagst oder tust, spiegelt sich auch auf das Verhalten deines Kindes wider.

Kinder im Internet – Offen und vertrauensvoll mit der Online-Welt umgehen

Bring dein Kind Schritt für Schritt an das Internet heran. Wenn es auf eine spielerische Weise an die digitale Welt herangeführt wird, nimmt es sie bewusster wahr und wird daher in der Lage sein, mit einem „erweiterten Horizont“ an das Ganze heranzugehen.

Kindgerechte Suchmaschinen leisten außerdem einen wertvollen Beitrag, wenn es darum geht, die jungen Leute bestmöglich gegen virtuelle Gefahren abzusichern.

Hier ist unter anderem von Jugendschutzprogrammen sowie von speziellen Filterprogrammen die Rede. Diese reduzieren das Risiko einer Konfrontation mit jugendgefährdenden Inhalten erheblich.

Was sind die größten Gefahren für Kinder im Internet?

Mobbing ist heute ein frappierendes Thema: Kinder werden beispielsweise durch Chats in diversen Foren häufig dazu animiert, Fotos von sich zu veröffentlichen. Diese werden daraufhin in den sozialen Medien immer weiter verbreitet. Beleidigungen, Hänseleien und Beschimpfungen sind die Folge.

Deshalb ist es wesentlich, dass du alles dafür tust, dein Kind zu unterstützen, um möglichen seelischen Schaden absolut zu verhindern. Das Online-Mobbing zieht meist weite Kreise.

So werden betroffene Kinder und Jugendliche in ihrem realen sozialen Umfeld ausgegrenzt, und sie benötigen über kurz oder lang sogar eine psychologische Betreuung. Diese kann wichtig sein, um ein potenzielles Suizidrisiko bestmöglich einzugrenzen.

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Medienbildung beginnt wann? Ja wirklich, schon im Kindergarten, jedenfalls in sehr frühen Jahren. Gemeinsam in der Familie darüber reden, was wer am Handy macht oder vorm Laptop. Was passiert online, was sieht man am Bildschirm, wie lange am Tag dürfen die Kleinen youtube-Kinderlieder sehen, ohne dass es schädlich ist oder die Eltern durchdrehen? Wir wissens eh: Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder. Den eigenen Medienkonsum immer mal wieder zu reflektieren, macht somit nicht nur für sich selbst Sinn. Bietet sich auch super an gemeinsam mit den Kids darüber regelmässig ins Gespräch zu kommen. . #jugendinfowien #wienxtra #medienbildung #medienpädagogik #online #saferinternet #familie #handy

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Außerdem solltest du dein Kind auf mögliche Kostenfallen hinweisen. Abo-Fallen, teure Telefonnummern oder unbedachtes Klicken auf Werbe-Buttons kann erfahrungsgemäß äußerst kostspielig sein.

Darüber hinaus ist auch das versehentliche Herunterladen von Musik, Filmen oder bestimmten Dateien häufig mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden. Weil Kinder nach deutschem Recht bekanntlich nicht haftbar gemacht werden können, ist damit zu rechnen, dass du „im Fall der Fälle“ zur Kasse gebeten wirst…

Welche Verhaltensregeln sollte ich für meine Kinder aufstellen?

Kleinen Kindern sollte man lediglich das Surfen im Internet mit Hilfe von Kids-Suchmaschinen gestatten. Bring deinem Kind außerdem bei, nichts unbedacht oder unüberlegt anzuklicken.

Natürlich solltest du nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass du deinem Kind auch das Einstellen und Veröffentlichen von Fotos nicht gestattest. Vereinbare mit deinem Schützling am besten klare Regeln für die Internetnutzung.

Stellt am besten einen Eltern-Kind-Vertrag auf, in dem sich das Kind verpflichtet, nur zu bestimmten Zeiten zu surfen. Kleine Kinder sollten möglichst nur unter Aufsicht im Internet unterwegs sein dürfen.

Welche Maßnahmen kann ich sonst noch ergreifen?

Wenn du erkennst, dass sich dein Sprössling nicht an die Regeln hält, stelle Verbote auf. Hier bietet sich das – zeitlich befristete – Wegnehmen von Smartphone, Tablet und Co. an.

Fazit – So gehen Kinder sicher mit dem Internet um

Eine wohldurchdachte Herangehensweise ist elementar, wenn du gewährleisten willst, dass deine Kinder sicher im Internet unterwegs sind.

Je besser Eltern ihre Kinder aufklären, begleiten und unterstützen, desto geringer sind die Risiken, denen sich Kinder im Internet ausgesetzt sehen müssen.

Bildquelle: unsplash.com / Giu Vicente

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